Koreanische Automarken: Wer 2026 in Deutschland vorne liegt

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Lesezeit: 2 Protokoll
Gesendet: 22 oktober 2026

Gehen Sie über einen beliebigen Parkplatz in Deutschland, und nach zehn Sekunden haben Sie einen entdeckt. Einen i10 vor dem Supermarkt, einen Tucson in der Einfahrt, einen Niro an der Ladesäule. Koreanische Automarken haben sich in zwanzig Jahren von der günstigen Alternative zu einer festen Größe auf deutschen Straßen entwickelt. Im Pkw-Bestand ist Hyundai heute die drittgrößte Importmarke, direkt hinter Skoda und Seat. Welche koreanischen Marken in Deutschland gefragt sind, warum ausgerechnet unsere Nachbarn in den Niederlanden alles anders machen und welche koreanischen Modelle Sie hier nie beim Händler finden? Wir haben es für Sie zusammengestellt.

So viele koreanische Autos werden in Deutschland zugelassen

MarkeNeuzulassungen 2025Marktanteil 2025Januar bis Juni 2026
Hyundai93.8393,3 %48.306
Kia60.3912,1 %30.927

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Hyundai inklusive der Elektromodelle der Ioniq Reihe.

In Deutschland hat Hyundai also klar die Nase vorn. Das ist kein Zufall. Hyundai betreibt sein europäisches Technikzentrum in Rüsselsheim, Kia hat seine Europazentrale in Frankfurt. Modelle wie der i30 wurden für den europäischen Geschmack entwickelt und auf deutschen Straßen abgestimmt. KGM, früher SsangYong, und die Premiummarke Genesis bleiben hierzulande dagegen Nischenmarken.

Warum die Niederlande genau andersherum ticken

Ein Blick über die Grenze zeigt, wie unterschiedlich ein Markt funktionieren kann. In den Niederlanden war Kia 2025 die meistverkaufte Automarke überhaupt, vor allen deutschen Herstellern. Seit 2013 verkauft Kia dort jedes Jahr mehr als Hyundai. Der Grund liegt vor allem in der Steuer. Niederländische Dienstwagenfahrer zahlten jahrelang kaum etwas für ein Elektroauto, und genau in dieser Zeit hatte Kia bezahlbare E-Modelle im Angebot. Dazu kommen sieben Jahre Herstellergarantie und der Picanto als Liebling im Privatleasing. Spannend ist dabei: Kia und Hyundai gehören beide zur Hyundai Motor Group und teilen sich die Technik. Im Autohaus sind sie trotzdem die härtesten Konkurrenten.

Koreanische Modelle, die Sie beim deutschen Händler nicht finden

Das deutsche Angebot ist nur ein Teil dessen, was in Korea gebaut wird. Die größten und auffälligsten Modelle entstehen für die USA, den Nahen Osten und Korea selbst. Der Hyundai Palisade ist so ein Modell: ein geräumiger SUV mit Platz für sieben oder acht Personen, der in Deutschland nie offiziell angeboten wurde. Sein Bruder, der Kia Telluride, läuft in den USA für den nordamerikanischen Markt vom Band. Wenn Sie so ein Auto trotzdem fahren möchten, führt der Weg nur über den Import. Rechnen Sie mit 10 Prozent Zoll und 19 Prozent Einfuhrumsatzsteuer. Eine Zulassungssteuer wie in den Niederlanden gibt es in Deutschland nicht, die Kfz-Steuer richtet sich aber nach Hubraum und CO2-Ausstoß und fällt bei großen Benzinern entsprechend hoch aus. Außerdem müssen Beleuchtung und weitere Teile meist an europäische Normen angepasst werden, bevor das Fahrzeug die Einzelabnahme beim TÜV besteht. Bei SCL Rotterdam übernehmen wir alles vom Kauf bis zum deutschen Kennzeichen, inklusive Zollabfertigung und den technischen Umrüstungen in unserer eigenen Werkstatt.

Mark Notenboom
Platziert von Mark Notenboom
Owner & Managing Director
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