Ein Auto aus Japan im Jahr 2026 importieren: Was Sie wirklich wissen müssen
Träumen Sie von einem messerscharfen Honda NSX, einem ikonischen Nissan Skyline oder vielleicht einem praktischen, aber luxuriösen Toyota Alphard? Die Anziehungskraft des japanischen Inlandsmarktes (JDM) ist auch im Jahr 2026 ungebrochen. Diese Fahrzeuge sind oft technisch in hervorragendem Zustand, haben niedrige Laufleistungen und sind umfangreich ausgestattet.
Allerdings ist der Import eines Autos von außerhalb der EU im Jahr 2026 aufgrund strengerer Umweltanforderungen und Änderungen in der Steuergesetzgebung komplexer denn je geworden. In diesem Artikel erklären wir, worauf Sie in diesem Jahr wirklich achten müssen.
Die BPM-Falle 2026
Seit dem 1. Januar 2026 wurden die Regeln für die BPM (Steuer auf Pkw und Motorräder) weiter verschärft. Für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor wurden die Schwellenwerte der Steuerstufen um 1,55 % gesenkt, während die Sätze pro Gramm CO₂ um 1,57 % gestiegen sind.
Was bedeutet das für Sie? Ein Fahrzeug, das im vergangenen Jahr noch relativ günstig zu importieren war, kann nun schnell mehrere tausend Euro teurer werden, da es schneller in eine höhere Steuerklasse fällt.
Die Ausnahme: Elektrofahrzeuge (EVs) bleiben bis Ende 2026 weitgehend verschont, allerdings zahlen Sie im Jahr 2026 dennoch einen festen BPM-Betrag von 687 €.
Die Youngtimer-Grenze wurde verschoben
Lange Zeit lag die magische Grenze für steuerliche Vorteile bei 15 Jahren. Achtung: Ab 2026 wurde die Altersgrenze für die Youngtimer-Regelung auf 16 Jahre erhöht. Möchten Sie das Fahrzeug geschäftlich nutzen und von der günstigen Besteuerung von 35 % des Zeitwerts profitieren? Dann muss Ihr Modell nun aus dem Jahr 2010 oder älter stammen.
Einfuhrzölle und Mehrwertsteuer
Da Japan nicht Teil der EU ist, haben Sie es mit dem Zoll zu tun. Die Standardtarife im Jahr 2026 sind:
Einfuhrzölle: 10 % auf die Summe aus Kaufpreis und Transportkosten
Mehrwertsteuer: 21 % auf den Gesamtbetrag (Fahrzeugwert + Transport + Einfuhrzölle)
Vorteil für Klassiker: Ist das Fahrzeug 30 Jahre oder älter (Baujahr 1996 oder früher)? Dann zahlen Sie in der Regel 0 % Einfuhrzoll und einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 9 %. Das macht Ikonen aus den 1990er-Jahren besonders attraktiv.
Umweltzonen und Null-Emissions-Regeln
Im Jahr 2026 sind die Vorschriften für Umweltzonen in Städten wie Amsterdam, Rotterdam und Utrecht äußerst streng.
Benzinfahrzeuge: In der Regel weiterhin zugelassen, sofern sie die entsprechende Euro-Norm erfüllen (häufig Euro 1 oder höher).
Diesel: Vorsicht! Viele japanische Dieselmotoren (wie im Toyota Land Cruiser) dürfen nicht mehr in Innenstädte fahren. Im Jahr 2026 werden viele Zonen in Null-Emissions-Zonen umgewandelt, was vor allem Nutzfahrzeuge betrifft, die nach 2025 zugelassen wurden.
RDW-Prüfung: Die Details machen den Unterschied
Japanische Fahrzeuge haben Scheinwerfer, die nach links ausgerichtet sind (Linksverkehr). Für die niederländische RDW-Prüfung müssen diese häufig ersetzt oder angepasst werden. Außerdem muss das Fahrzeug über eine Nebelschlussleuchte verfügen und die Fahrgestellnummer (VIN) gut lesbar sein. Im Jahr 2026 prüft die RDW die Emissionsdaten strenger denn je – stellen Sie sicher, dass Sie das originale japanische Exportzertifikat besitzen!
Fazit
Der Import eines Autos aus Japan ist im Jahr 2026 nach wie vor ein spannendes Abenteuer – vorausgesetzt, Sie kalkulieren die Kosten im Voraus sorgfältig. Die steigenden BPM-Sätze und die neue 16-Jahres-Grenze für Youngtimer sind die wichtigsten Faktoren, die Ihr Budget beeinflussen können.
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